Tag 2: Es geht ordentlich zur Sache!

Patson Daka schildert uns jeden Tag seine persönlichen Eindrücke aus dem Trainingslager

Hallo zusammen!

In einem Trainingslager dreht sich natürlich alles um Training, Training, Training. Wir haben uns heute richtig reingehängt und unser Bestes gegeben – da kam ich ordentlich an meine Grenzen, puh!

Ich habe die erste Nacht fantastisch geschlafen. Ich wachte morgens um 8:30 Uhr auf, gerade noch rechtzeitig, um um 9:00 Uhr zum Frühstück zu kommen, bevor sie um 9:15 Uhr aufhörten, zu servieren – meine klassische Taktik, da ich meist morgens noch müde bin und jede Sekunde Schlaf nutzen möchte. Trotzdem hatte ich noch genügend Zeit zum Frühstück. Meine Devise: schnell und köstlich. Heute hatte ich Brot mit Nutella und Tee, gefolgt von Früchten.

Für das morgendliche Training ging ich früh zum Sportplatz und war 15 Minuten vor dem Start um 10:00 Uhr dort. Wir hatten heute Morgen noch tolles Wetter und eine wirklich spannende Session. Nach dem Aufwärmen haben wir ein Rondo gemacht und dann ein Spiel gespielt, bei dem es darum ging, von einem Ende des Spielfelds zum anderen zu spielen. Wir wurden in vier Teams aufgeteilt, wobei zwei Mannschaften gegeneinander spielten und die anderen beiden Gruppen einzeln arbeiteten, bevor alles rotierte. Ich war in einer Mannschaft mit Rasmus (Kristensen), Andre (Ramalho), Antoine (Bernede), Luka (Sucic) und Mergim (Berisha). Wir haben alle drei Spiele gewonnen!

Im Anschluss stand der nächste Wettkampf auf dem Programm. Es ging darum, lange Pässe über eine Distanz von etwa 40 oder 50 Metern zu spielen – und man musste versuchen, die langen Bälle auf dem Platz zum Hüpfen zu bringen. Wenn man seinen starken Fuß – in meinem Fall meinen rechten – einsetzte, bekam man einen Punkt, und man bekam zwei Punkte, wenn man mit dem schwächeren Fuß richtig traf. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, es mit dem linken Fuß zu versuchen, um ein paar Punkte einzufahren, aber das war für mich persönlich kein so kluger Schachzug (lacht)! Zum Glück war ich in einem wirklich guten Team, und wir haben mehr Punkte gemacht als alle anderen. Wir haben dann zum Abschluss einige Spiele 10 gegen 8 gespielt, um der Mannschaft mit acht Spielern die Möglichkeit zu geben, an ihrem Druck zu arbeiten – das war eine Menge Lauferei, aber auch äußerst lehrreich. Dann beendeten wir die Einheit mit einigen weiteren Übungen.

Ich war nach einer so intensiven Einheit erschöpft und kam für eine Massage und eine Pause vor dem Nachmittagstraining zurück ins Hotel. Es war wieder ein extrem intensives Krafttraining! Am Ende war ich doch sehr erschöpft, aber das ist genau das, was wir brauchen, und gleichzeitig habe ich es genossen! Rasmus (Kristensen) hielt uns als DJ im Fitnessstudio wirklich auf Trab, und die Musik nahm uns wirklich ein wenig den Schmerz. Er ist ein Top-DJ, das muss man sagen – er spielt alle Stilrichtungen, auch afrikanische Musik. Dominik (Szoboszlai) hat einmal versucht, ein Lied auszusuchen, aber mit Rasmus hatte er dort keine Chance und wurde direkt vertrieben (lacht). Nach dem Gym habe ich noch einmal geduscht. Ich glaube, die Dusche ist der Ort, den ich hier mehr sehe als irgendwas sonst – ich hatte heute schon vier davon!

Morgen haben wir unser erstes Freundschaftsspiel. Ich bin bereit dafür, ich wurde eben bereit geboren (lacht)! Mal sehen, wie es läuft. Ich werde euch morgen wieder auf den neuesten Stand bringen!

Bis dahin!

Patson