Trophäe oder Tränen

Brisanz vor dem Cup-Finale gegen den LASK

Die einen sind erstmals seit Jahren wieder zurück, die anderen sind Stammgäste. Doch trotz unseres Status als Serien-Cup-Sieger sind wir nur zarter Favorit.

Es ist ein Cup-Finale, wie man sich es als Fußballfan wünscht. Die wahrscheinlich besten Mannschaften dieses Landes treffen aufeinander. Unsere Roten Bullen, die Dominatoren der letzten Jahre, gegen den LASK, die aufmüpfigen Newcomer in ihrer aktuellen Sturm- und Drang-Phase. Am Samstag haben sie die Chance. Ein Spiel und nur ein Sieger, es wird spannend. Das sagt nicht nur die Konstellation, das sagt auch die jüngere Historie, denn die Begegnungen zwischen uns und den Linzer Athletikern waren immer eng. Fünf der letzten neun Begegnungen wurden nur durch ein Tor entschieden.

Erwähnt sei aber auch, dass die letzten sechs Duelle an uns gingen. Unter Coach Dominik Thalhammer gab es drei Niederlagen und gar erst einen Treffer für die Linzer in Begegnungen mit der Truppe von Jesse Marsch. Unser Favoriten-Status lässt sich also schwer abstreiten.

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Für die Linzer, die zum ersten Mal seit 1999 wieder in einem Cup-Finale stehen, entwickelte sich in diesem Bewerb eine positive Eigendynamik. Bei ihrem Durchmarsch bis ins Finale mussten sie bislang nur im Viertelfinale Gegentreffer hinnehmen. Unsere Roten Bullen schossen hingegen mit 25 Toren die meisten Treffer im gesamten Wettbewerb. Dabei ist Patson Daka, wie auch in der Bundesliga, der Toptorschütze mit vier Buden. Dem weiß Johannes Eggestein im Trikot des LASK sechs Treffer entgegenzusetzen, womit er die Torschützenliste des UNIQA ÖFB Cups anführt. Ein Torspektakel ist allerdings nicht zu erwarten, dafür geht es schlichtweg um zu viel.

Das mit Spannung erwartete Spiel beginnt um 20:30 Uhr. ORF 1 überträgt live!

Personelles

Albert Vallci fällt mit Achillessehnenriss langfristig aus.

Statements

Jesse Marsch:

Eines unserer Ziele war schon vor der Saison, den Cup zu gewinnen. Einen Titel holen ist bei uns immer eine große Herausforderung. Dafür ist es aber notwendig, eine gute Arbeit auf den Platz zu bringen und gute Mentalität in jedem Spiel zu zeigen. Wir hatten heuer ja einen sehr schwierigen Weg bis ins Finale, weil wir bisher gegen vier Klubs der Tipico Bundesliga antreten mussten. Aber wir haben das sehr souverän gelöst. Und jetzt müssen wir auch gegen den LASK wieder unsere beste Leistung zeigen, um erfolgreich zu sein. Seit ich Trainer in Salzburg bin, haben wir den LASK niemals unterschätzt. Wir wissen, dass sie mit Intensität und Qualität kommen und über eine gute Organisation im Spiel verfügen. Wenn wir einen Tick weniger machen, bekommen wir sicher Ärger.

Andi Ulmer:

Die Mentalität in der Mannschaft und auch beim Klub, Titel zu holen, ist riesengroß. Deshalb sind wir auf das Finale sehr heiß, wir wollen unbedingt den Pokal wieder nach Salzburg mitnehmen. Gegen den LASK haben wir ja schon oft gespielt, vor allem die letzten Spiele waren dabei sehr knapp. Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir also unsere beste Leistung. Wir wissen, wo der LASK gefährlich werden kann, wir wissen aber auch um unsere Stärken Bescheid. Und die wollen wir unbedingt auf den Platz bringen.

Die Wege ins Finale:

FC Red Bull Salzburg:

1. Runde: SW Bregenz – FC Red Bull Salzburg 0:10 (0:8)
Tore: Daka (4), Koita, Camara, Mwepu, Sucic, Okugawa, Wöber
 
2. Runde: spusu SKN St. Pölten – FC Red Bull Salzburg 0:3 (0:1)
Tore: Vallci, Mwepu, Ramalho
 
Achtelfinale: FC Red Bull Salzburg – SK Rapid Wien 6:2 (3:1)
Tore: Szoboszlai, Berisha, Koita, Daka, Camara, Kristensen
 
Viertelfinale: FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 2:0 (1:0)
Tore: Koita, Berisha

Halbfinale:
SK Puntigamer Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 0:4 (0:1)
Tore: Mwepu (2), Berisha, Aaronson


LASK:

1. Runde: ASV Siegendorf – LASK 0:3 (0:0)
Tore: Gruber, Balic, Raguz
 
2. Runde: LASK – SV Wörgl 3:0 (1:0)
Tore: Eggestein, Gruber, Michorl
 
Achtelfinale: LASK – Elektra 3:0 (0:0)
Tor: Eggestein (3)
 
Viertelfinale: LASK – Austria Klagenfurt 5:3 (2:2, n.V.)
Tore: Eggestein (2), Balic (2), Potzmann
 
Halbfinale: RZ Pellets WAC – LASK 0:1 (0:0, n.V.)
Tor: Wiesinger