Patrick Farkas und Marin Pongracic im exklusiven Doppel-Interview | Testspiel gegen USK Anif heute um 18:00 UHR

Patrick Farkas und Marin Pongracic sind die bisherigen Neuzugänge dieses Sommers beim FC Red Bull Salzburg. Wir haben die beiden Abwehrspieler im Trainingszentrum in Taxham zum Frühstück getroffen und mit ihnen über ihre Gegenwart und Zukunft bei den Roten Bullen geplaudert.

Patrick Farkas ist ein Vorzeigeprofi, wie er im Buche steht. Punkt 8:00 Uhr morgens erscheint er als einer der Ersten im Trainingszentrum und bereitet sich in aller Ruhe auf seinen Trainingstag vor. Schon eine Woche vor dem Trainingsstart hatte er seine neue Wohnung bezogen und alle wichtigen Dinge bereits vorab erledigt, bevor es für ihn mit der Vorbereitung losging. Der sympathische Burgenländer wirkt schon nach wenigen Tagen bei seinem neuen Team sehr gut angekommen.  

Die Verpflichtung von Marin Pongracic wurde erst wenige Augenblicke vor dem offiziellen Trainingsstart bekannt. Eine große Überraschung war der Transfer allerdings nicht mehr, denn gerüchteweise schwebte seine Personalie immer wieder medial im Raum. Der junge Innenverteidiger vom TSV 1860 München ist ein Rohdiamant, von dem man sich beim FC Red Bull Salzburg sehr viel verspricht, denn neben seiner körperlichen Stärke und Schnelligkeit ist er zudem auch sehr vielseitig einsetzbar.

Im Interview erzählten die beiden, was sie als Spielertypen auszeichnet, welche Ziele sie erreichen möchten und wie sie die ersten Tage in Salzburg bisher erlebt haben.

INTERVIEW

Herzlich willkommen beim FC Red Bull Salzburg! Ein paar Tage seid ihr ja nun schon hier und habt euch sicher schon gut zurechtgefunden. Wie habt ihr die ersten Trainingstage mit eurer neuen Mannschaft erlebt?

Patrick: Mein erster Eindruck ist natürlich sehr positiv. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen, und ich fühle mich in meinen neuen vier Wänden auch schon sehr wohl. Es ist alles sehr beeindruckend.

Marin: Da bei mir alles recht schnell gegangen ist, wohne ich derzeit noch im Hotel. Ich bin ja aber erst seit drei Tagen hier und mache mir da keinen Stress wegen der äußeren Bedingungen. Ich möchte mich jetzt erstmal zu 100 Prozent auf das Training konzentrieren und so schnell wie möglich in der Mannschaft Fuß fassen. Deshalb freue ich mich jetzt schon sehr auf das Trainingslager. Danach hab ich noch genügend Zeit, um mich häuslich einzurichten. Meine Familie unterstützt mich da sehr, denn sie sind ja nur 140 Kilometer von Salzburg entfernt. Das ist natürlich ein großer Vorteil.

Was zeichnet euch als Spielertyp aus und wie würdet ihr euren Charakter beschreiben?

Marin: Ich würde mich als sehr robusten und vielseitigen Spieler beschreiben, denn ich habe in der Vergangenheit ja nicht nur als Innenverteidiger gespielt, sondern auch mal als Sechser oder Achter. Charakterlich bin ich vielleicht nach außen hin etwas zurückhaltend, aber auf dem Platz scheue ich keinen Zweikampf und will immer 100 Prozent geben.

Patrick: (Lacht) Ich bin vielleicht nicht mit dem ultimativen Talent gesegnet, aber ich bin ein Kämpfertyp. Was mir an Anlage vielleicht fehlt, mache ich mit Laufbereitschaft, Disziplin und Ehrgeiz wett. Ich bin ein Kämpfertyp wie beispielsweise Stefan Ilsanker oder Christian Fuchs, die ja auch bei Mattersburg gespielt haben.

Wieso seid ihr zum FC Red Bull Salzburg gewechselt?

Marin: Ich wollte zum FC Red Bull Salzburg, weil es für mich die beste Option war, um mich weiterzuentwickeln. Ich bin total überwältigt von der Infrastruktur und überzeugt davon, dass diese Entscheidung goldrichtig war. Man hat ja gesehen, welche Talente von Salzburg aus bereits den Sprung zu einer vielversprechenden Top-Karriere geschafft haben, und ich freue mich, dass ich hier sein darf.

Patrick: Ich war jetzt acht Jahre lang beim SV Mattersburg, habe alle Höhen und Tiefen mit dem Verein erlebt und möchte keinen Tag missen, den ich dort war. Aber als Profi sehnt man sich dann auch nach neuen Herausforderungen, und ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, beim besten Fußballklub Österreichs spielen zu dürfen und den einen oder anderen Titel zu feiern bzw. natürlich meinen Teil dazu beizutragen. Das würde mich sehr glücklich machen, und dafür werde ich auch sehr hart arbeiten.

Wie habt ihr Trainer Marco Rose bisher kennengelernt?

Patrick: Er ist ein großartiger Mensch und sehr erdig. Das hat man schon bei seiner ersten Mannschaftsansprache gemerkt. Er hat, glaube ich, sehr schnell einen Draht zu den Spielern gefunden und was er sagt, kommt aus seiner innersten Überzeugung. In den ersten Trainingseinheiten hat er auch schon sehr deutlich vermittelt, was er von uns erwartet.

Marin: Marco Rose hat sich mit dem Gewinn der Youth League international schon einen Namen gemacht und man kann ihm, glaube ich, sehr viel zutrauen. Die ersten Trainingseinheiten mit ihm waren aus meiner Sicht ja schon sehr vielversprechend. Er hat einen klaren Plan und eine genaue Vorstellung davon, was er von uns verlangen und erwarten kann.  

Marco Rose gibt den Ton an!

Patrick, mit eine der wichtigsten Säulen des Erfolgs beim FC Red Bull Salzburg ist das Kollektiv. Weil der Kader aus sehr vielen Youngsters besteht, ist es wichtig, dass es mehrere erfahrenere Spieler gibt, die auf dem Platz Führungsaufgaben übernehmen. Beim SV Mattersburg warst du jahrelang nicht nur einer der wichtigsten Leistungsträger, sondern auch Kapitän.

Ja, das stimmt! Beim SV Mattersburg habe ich schon als sehr junger Spieler die Rolle des Kapitäns übernommen und das, obwohl es in der Mannschaft auch andere routinierte Spieler gab. Wir haben mit dem Abstieg, dem Wiederaufstieg und dem Abstiegskampf im letzten Jahr einige sehr harte Zeiten erlebt, aber der Zusammenhalt in der Mannschaft und im Verein war einfach großartig. Ich bin sehr froh darüber, diese Erfahrung gemacht zu haben. Beim FC Red Bull Salzburg hat man vielleicht mit dem Abstiegskampf nichts zu tun, aber der Druck ist hier auf andere Art enorm hoch. Ich denke, es ist kein Nachteil, wenn man als Spieler gelernt hat, mit kritischen Phasen umzugehen und Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen.

Das erste Pflichtspiel in der neuen Saison ist gleich ein Champions League-Qualifikationsspiel. Entweder geht es für euch nach Estland oder nach Malta. Welche Gedanken kommen euch da in den Sinn?

Patrick: Wenn ich nur das Wort „Champions League-Qualifikation“ höre, bekomme ich vor Freude Gänsehaut, denn das ist es, worauf du als Profi hinarbeitest. Ich freue mich sehr darauf, dass es bald losgeht, und es spielt überhaupt keine Rolle, wo es hingeht. Wichtig ist nur eines: Weiterkommen!

Marin: Ich sehe das wie Patrick. Egal, gegen wen wir antreten müssen, das Wichtigste ist, dass wir weiterkommen. Ich möchte aber auch alles daran setzen, mich für diese Aufgabe beim Trainer zu empfehlen.

Die wichtigsten Vorbereitungstermine im ÜberblicK

 

23. Juni, 18:00 Uhr – Testspiel gg. USK Anif (Anif)
24. Juni – 01. Juli – Trainingslager in Leogang
28. Juni, 18:30 Uhr – Testspiel gg. RFK Terek Grosny (Leogang) – im Livestream
01. Juli, 17:00 Uhr – Testspiel gg. Dunajska Streda (St. Johann/Pongau) – im Livestream
06. Juli, 19:00 Uhr – Testspiel gg. WSG Wattens (Mondsee)
07. Juli – Saisoneröffnungsspiel gg. RSC Anderlecht (Red Bull Arena)

 

SAISONAUFTAKT

 

11./12. Juli – 2. Quali-Runde UEFA Champions League (Hinspiel)
15./16. Juli – 1. Runde ÖFB-Cup
18./19. Juli – 2. Quali-Runde UEFA Champions League (Rückspiel)
22./23. Juli – 1. Runde Tipico Bundesliga 2017/18