Nullnummer in Wolfsberg

Das Duell der treffsichersten Torjäger entscheidet ein Torwart. Während es unsere Elf aus sämtlichen Lebenslagen versucht, stellt WAC-Schlussmann Alex Kofler das Stoppschild auf.

Spielbericht

Vorerst ohne Kanonier Patson Daka starteten unsere Mannen quickfidel ins Duell mit den Wolfsbergern. Der formstarke Dominik Szoboszlai schickte sich prompt an, die Verantwortung fürs Toreschießen zu übernehmen. Sein Schlenzer aus 25 Metern verfehlte die Kiste aber deutlich. Per Corner gelang es dem Ungarn präziser: Er entdeckte Albert Vallci am zweiten Pfosten, dieser lancierte Jerome Onguene im Zentrum – Alex Kofler konnte den Header aus kürzester Distanz mirakulös an die Querlatte lenken! In Minute 13 setzte WAC-Goalgetter Shon Weissman die erste zarte Duftmarke: Nach gekonnter Ballannahme bolzte der Israeli das Kunstleder Richtung Klagenfurt. Kärntner Nadelpikser sollten die Ausnahme bleiben. Viel mehr rannten Szobo & Kollegen an, wenn auch ohne die gewohnte Durchschlagskraft. Unsere Nummer 14 steckte Hee Chan Hwang die Murmel in die Gasse, dieser legte sie im Sechzehner zurück auf Noah Okafor – die Hausherren klärten resolut. Zur Halbstundenmarke sorgte Andre Ramalhos Stippvisite in die gegnerische Box für Torgefahr. Einen ruhenden Ball streichelte Szoboszlai in die Gefahrenzone, der Brasilianer probierte es mit Köpfchen – wieder avancierte der ausgeschlafen wirkende Kofler zum Partycrasher!

Auch auf der Gegenseite war Ramalho zur Stelle. Rückhalt Cican Stankovic faustete die Kirsche unzureichend weg, Dieng setzte akrobatisch zum Fallrückzieher an, doch unser Abwehrrecke entsorgte die von Weissman abgefälschte Kugel auf der Linie fachgerecht. Da Onguenes Kopfball nur knapp über die Querlatte zischte, ging’s trotz Feldüberlegenheit torlos in die Katakomben.

BL-27: WAC vs RBS

Coach Jesse Marsch warf Patson Daka und Karim Adeyemi zum Start von Abschnitt zwei in die Verlosung, für die ersten erwähnenswerten Angriffsbemühungen zeichnete jedoch Ramalho verantwortlich. Der erste Abschluss im Rahmen eines Szoboszlai-Corners landete in den WAC-Abwehrbeinen, Andres „Rücksendeantrag“ per Fallrückzieher fiel zu ungenau aus. Jetzt wollte es unsere Frohnatur wissen: Wieder zeichnete Szoboszlai einen Eckball in die Landschaft, diesmal hielt Ramalho den Kopf hin – doch da er in Rücklage geriet, konnte Kofler die Hände noch rechtzeitig hinter das Kunstleder bringen. Die Partie bog in die Schlussphase ein, unsere Burschen schalteten in den fünften Gang. Erst lancierte Szobo Daka per Brustvorlage, doch Keeper Kofler avancierte einmal mehr zum Spielverderber. Nur Momente später erhielt Hwang einen sensationellen Lochpass, enteilte seinem Bewacher und drückte ab – wer, wenn nicht Kofler, warf sich erneut dazwischen. Im Nachschuss brachte es auch Speedster Adeyemi nicht zustande, unter Bedrängnis das Spielgerät über die Linie zu prügeln. Es half alles nichts! Während der strikte Türsteher Kofler keinen unserer 22 Schüsse durchließ, litt Cican Stankovic unter Langeweile – kein Ball segelte auf sein Gehäuse.

StatementS

Jesse Marsch:

Mit dem Einsatz der Mannschaft bin ich heute weitestgehend zufrieden. Wir haben über die gesamte Spielzeit alles versucht. Im Endeffekt war es eine Mischung aus mangelnder Präzision und starker Gegenwehr, die uns den Sieg verwehrt hat.

Albert Vallci:

Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben heute vor allem über Standardsituationen viele Chancen vorgefunden. Meiner Meinung nach müssen wir in der ersten Halbzeit mit zwei Toren führen, das ist uns nicht gelungen, solche Tage gibt’s. Am Sonntag sehen wir uns wieder!

Aufstellung

Wechsel

Daka für Okafor (46.), Adeyemi für Okugawa (46.), Mwepu für Ashimeru (71.), Wöber für Onguene (78.), Berisha für Hwang (78.)

Gelbe Karte

Szoboszlai (84./Foul)

Nicht einsatzbereit

Kristensen (Oberschenkel), Koita (Leiste), Bernede (Knöchel)