Torschützen: Urgela (71.) bzw. Minamino (5.), Haaland (34., 73., 90.), Farkas (39., 54.), Daka (48.)

Standesgemäß starten die Roten Bullen mit einem deutlichen Sieg gegen den SC/ESV Parndorf in den UNIQA ÖFB Cup. Unsere Burschen stellten mit drei Toren in der ersten Halbzeit schon früh die Weichen zu einem ungefährdeten 7:1-Sieg, der nicht nur der siebente Sieg im Cup in Folge ist, sondern auch der erste Pflichtspielsieg für unseren neuen Trainer Jesse Marsch.

Spielbericht

An einem lauen, aber windigen Freitagabend ging unsere Mannschaft ohne Neuzugänge in das Spiel. Große Überraschungen gab es in der ersten Elf nicht, unser neuer Trainer Jesse Marsch vertraute dem gleichen Personal wie beim Testspielsieg gegen Feyenoord Rotterdam. Aus dem Cup-Finale gegen Rapid Wien in der Vorsaison verblieben mit Farkas, Ramalho, Onguene und Junuzovic nur vier Spieler in der Startaufstellung.

Von Beginn an gaben unsere Jungs den Ton an. Nach einer Ulmer-Hereingabe scheiterte Erling Haaland bereits in der ersten Spielminute an der Stange. In der Folge zog sich Parndorf bei Salzburger Ballbesitz mit allen elf Spielern in die eigene Hälfte zurück. Zwischen den stabilen Blöcken fanden unsere Kreativspieler Dominik Szoboszlai und Takumi Minamino zunächst kaum Räume.

Nach einer Ramalho-Flanke sprintete Minamino am zweiten Pfosten ein, übernahm das Leder direkt und schickte es in die Maschen. Es war das frühe 1:0 für die Roten Bullen in der 5. Minute.

Auch danach schafften es unsere Burschen immer wieder, durch schnelles vertikales Spiel den Abwehrriegel Parndorfs zu knacken. Patson Daka scheiterte zwei Mal an Keeper Weidinger, Haaland ein Mal nur knapp am Pfosten.

Mitte der ersten Hälfte dominierten wir dann nach Belieben. Versuche von Minamino und Onguene verfehlten ihr Ziel jeweils nur knapp. Trotz drückender Überlegenheit zeigte sich, dass das Team noch nicht auf voller Drehzahl agierte. Vor allem im Passspiel und im Abschluss fehlte etwas die Präzision.

Nach 34 Minuten brach abermals Daka im linken Halbraum durch. Diesmal wurde er von Parndorfs Goalie Weidinger gelegt und Schiedsrichter Grobelnik entschied auf Elfmeter. Den verwertete Haaland zu seinem ersten Pflichtspieltreffer in der neuen Saison.

Die Handschrift von Jesse Marsch war bereits in der ersten Halbzeit zu erkennen. Vor allem bei den Standards wurden viele einstudierte Varianten ausgespielt, die die Parndorfer ein ums andere Mal überraschten.

Gegen Ende der ersten Spielhälfte traf Patrick Farkas (39.) in seinem Heimatbundesland durch Nachschuss nach einem Versuch von Minamino.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben unsere Burschen weiter hungrig. Gleich zwei Minuten nach Wiederanpfiff eröffnete auch Patson Daka aus kurzer Distanz sein Torkonto.

Dann wurde es brasilianisch: FarkasHaalandFarkasMinaminoFarkas – Treffer – 5:1. Für Patrick Farkas der erste Doppelpack in einem Bewerbsspiel.

Nach 59 Minuten war dann für unser Talent Dominik Szoboszlai Feierabend, für ihn kam gemeinsam mit Majeed Ashimeru Hee Chan Hwang ins Spiel, der damit nach einem Jahr beim Hamburger SV wieder ein Bewerbsspiel für die Roten Bullen absolvierte.

Parndorfs Steinhöfer sorgte mit der besten Chance für die Burgenländer in der 61. Minute für einen Weckschuss. Da zeigte sich die Verwundbarkeit nach hohen Bällen. Wenige Minuten später wurde uns ebendiese nach einem Parndorfer Eckball zum Verhängnis. Die Solospitze des SC ESV, Ljubomir Urgela, krönte das Spiel zum hundertjährigen Vereinsjubiläum mit dem Anschlusstreffer zum 1:5 per Kopf (71.).

Der Jubel währte aber nur kurz: Erling Haaland staubte im Gegenzug nach einem Onguene-Kopfball zum 6:1 ab (73.). Und in der Schlussminute belohnte er sich noch mit dem 7:1 – der erste Hattrick für den Norweger im Trikot der Roten Bullen.

Gegen Ende des Spiels verbuchte übrigens auch Masaya Okugawa einen Kurzeinsatz.

Statements

Jesse Marsch

Es war eine gute Leistung mit guter Mentalität. Das Schönste für mich ist, dass wir unsere Art des Fußballs gespielt haben. Das hat mir schon sehr gut gefallen, wenngleich wir uns noch in vielen Bereichen verbessern können. Deshalb liegt der Fokus jetzt schon auf den nächsten Spielen.

Patrick Farkas:

Wir sind sehr souverän weitergekommen, obwohl wir wissen, dass es im Cup nie leicht ist, denn der hat ja bekanntlich eigene Gesetze. Aber wir haben eine besondere Leistung abgeliefert. Besonders freut mich das zweite Tor. Im Training gehen solche Varianten immer wieder auf, umso schöner, dass es jetzt auch im Spiel geklappt hat.

WECHSEL

Hwang für Szoboszlai (60.), Ashimeru für Minamino (60.), Okugawa für Daka (72.)

Nicht einsatzbereit

Ludewig (Adduktoren), Prevljak (Sprunggelenk), Vallci (Sprunggelenk) und Walke (Fuß). Samassekou und Koita steigen nach dem Afrika-Cup erst nächste Woche ins Training ein.