In Liebenau präsentieren sich die Blackies auf dem Silbertablett

Traumstart gegen Fehlstart: Die formschwachen Grazer kommen für uns gerade zur richtigen Zeit. Vermeintlich, schon im Herbst haben wir bei Sturm zwei Punkte liegen gelassen.

Sonst kauzig, nun melancholisch: Trainerphilosoph Nestor El Maestro machte der schlechte Auftakt schwer zu schaffen. Zunächst 1:2 gegen den WAC, dann das bittere 0:4 bei Rapid Wien. Es wirkt ein wenig so, als müsste der SK Sturm noch aus dem Corona-Schlaf geweckt werden. Die Mannschaft wirkt lethargisch, die Automatismen unausgereift bis nicht vorhanden. Wie kommt’s bei einer Mannschaft, die sich doch sonst gern defensiv solide gab? Und uns eben so bei unserem letzten Gastspiel in Liebenau bis zur Erlösung in der 73. Minute am Rande einer Niederlage hatte.

Zwei Spieler sind für Erfolg oder Misserfolg bei den Grazern integral: Abwehrchef Anastasios Avlonitis und Topscorer Kiril Despodov. Ersterer war nach einem Platzverweis gegen den WAC beim Rapid-Spiel gesperrt. Ein 0:4 war die Folge. Zweiterer strauchelt nach seiner Knöchelverletzung mit Fitnessproblemen, war zwei Mal nicht über die volle Spielzeit auf dem Feld und blieb torlos.

Die Ausgangslage scheint also klar. Doch täuschen sollte man sich nicht. Je länger die Partie unentschieden steht, desto schwieriger wird es gegen Sturm. Nach unentschiedenem Halbzeitstand haben die Blackies nur drei Mal verloren. Und auch Jesse Marsch sagte nach der Partie in Hartberg, dass es immer sein erklärtes Ziel sei, früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Gut, dass wir bereits 14 Tore in der Anfangsviertelstunde erzielt haben. Das ist der Höchstwert in der Tipico Bundesliga. Und gut, dass alle unsere Spieler nach dem Kantersieg in der Oststeiermark in bester Form sind. Die drei Spiele nach dem Restart haben sie mit einem Torverhältnis von 13:0 für sich entschieden.

Das Spiel ist am Mittwoch ab 20:20 Uhr in unserem Bullenfunk zu hören.

Personelles

Verletzungsbedingt nicht einsatzbereit ist Rasmus Kristensen (Oberschenkel).

Statements

Jesse Marsch über …

… das Sturm-Spiel:

Sturm Graz ist gerade deshalb gefährlich, weil sie in den beiden Spielen seit Wiederbeginn noch nicht gepunktet haben. Wir haben zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt und wollen gegen Sturm dort fortsetzen, wo wir gegen Hartberg aufgehört haben. Bei diesem Match hat sehr viel gepasst. Und für einen Erfolg am Mittwoch brauchen wir wieder so eine konzentrierte und fokussierte Leistung.

... die aktuelle Tabellensituation:

Natürlich haben wir registriert, dass der Abstand auf die Verfolger zuletzt größer geworden ist. Aber wir rechnen nicht und schauen auch nicht nach hinten. Unser Ziel ist es, so gut und erfolgreich wie möglich zu spielen und zu punkten. Auch gegen Sturm Graz.

Patson Daka über …

… das Duell mit Sturm Graz:

Wir wollen und müssen gegen Sturm Graz nachlegen. Auch wenn der Abstand zum zweiten Platz zuletzt etwas angewachsen ist, ist in der Meisterschaft längst noch keine Entscheidung gefallen. Sturm wird jetzt mit aller Macht versuchen, die Niederlage bei Rapid vergessen zu machen. Das macht unsere Aufgabe alles andere als einfach.

... die starken Leistungen nach dem Restart und seine Torerfolge:

Viele von den Dingen, die einfach aussehen, sind das Produkt harter Arbeit. Und das Training in den letzten Wochen war aufgrund der Umstände wirklich hart. Umso erfreulicher ist es, dass wir wieder so gut gestartet sind. Das gibt uns Selbstvertrauen. Persönlich freue ich mich natürlich, dass es so gut läuft und ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen kann.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Sturm Graz:

08.03.2020    FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 2:0 (0:0)
19.10.2019    SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)
19.05.2019    SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)
14.04.2019    FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 3:1 (0:1)