Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 15. Runde in der Tipico Bundesliga

Zwickt’s mi, i man i tram. Wir haben das Wochenende mit der Wie-Frage verbracht. Wie ist das passiert? Wir konnten es uns nicht erklären, wollen es aber auch nicht großartig versuchen, denn unser Fokus gilt Genk.

Es hätte ein gewöhnlicher Nachmittag werden können. Mit Toren, Applaus und drei Punkten. Und lange sah es nach einem solchen aus. Der Start: standesgemäß. Nach 13 Minuten das 1:0 durch Takumi Minamino, nach 34 Minuten das 2:0 durch Masaya Okugawa. Die Abwesenheit von Erling Haaland vermochte nicht aufzufallen. Die Offensivaktionen waren stringent, die Vorstellung dominant, die Überlegenheit ohne Zweifel.

79 Prozent Ballbesitz, so viel verbuchten wir gegen keinen anderen Gegner in dieser Saison. 82 Prozent Passquote, ein Wert, der am oberen Ende unserer gewohnten Skala angesiedelt ist. Warum in aller Welt konnten wir diese Zutaten zu keinem Sieg verbacken? Die einfache Antwort: Fehler! Ein leichtfertig verursachter Penalty und eine ungewollte Steilvorlage für den SKN waren zu viele Gastgebergeschenke für einen Dreier. Dass die St. Pöltner aus keiner selbst kreierten Chance auf unseren Kasten schossen, macht den Umstand noch eine Brise bitterer. Nicht einmal jeder zweite Pass der Niederösterreicher fand einen Abnehmer. Was man ihnen zugutehalten muss: Sie waren effizient und lästig. Zwar behielten wir in der Zweikampfführung die Oberhand, jedoch verwickelte uns der SKN in eine Vielzahl an Duellen. 16 Fouls der St. Pöltner sprechen ebenfalls eine aggressive Sprache.

Können wir daraus Lehren für unser Spiel in Genk ziehen? Nun ja, keine, die uns nicht schon bekannt wären. Ineffizienz und kapitale Fehler bringen uns zu oft um unseren gerechten Lohn. Was sich aber auch sagen lässt: Wir treffen immer und verteidigen auch zunehmend solider. Wenn wir die seltenen, aber gewohnten Kurzschlüsse abstellen, können wir jeden schlagen.

Relativ betrachtet haben wir trotz des Dämpfers den psychologischen Vorteil auf unserer Seite. Genk konnte in seinen vier UEFA Champions League-Spielen noch nicht gewinnen, kennt uns aus leidiger 2:6-Erfahrung und spielte am Wochenende ebenfalls nur remis. Von einem Trainereffekt war beim mauen 2:2 bei Royal Mouscron nichts zu sehen. Damit ist der KRC auch unter Neo-Trainer Hannes Wolf seit fünf Spielen ohne Sieg. Es gibt also trotz der kurzen Ernüchterung jeden Grund zur Zuversicht.

BL-15: RBS vs. SKN