Nächster Schritt zum Ziel

Torschützen: Szoboszlai (8.), Daka (11.), Vallci (80.) bzw. Raguz (56.)

Vor Wochen wäre die heutige Begegnung die Wörterbuch-Definition vom Duell zweier Goliaths gewesen. Seitdem schwächelten die Linzer. Auch heute lassen unsere Burschen wieder die Muskeln spielen.

Spielbericht

Unsere Farben legten entschlossen los und knüpften mit der ersten erwähnenswerten Möglichkeit nahtlos an die Blitzstarts der vergangenen Wochen an: Mo Camara stibitzte seinem Gegenspieler das Leder, via Patson Daka gelangte die Kirsche zu Enock Mwepu, der sie Richtung Box chippte. Dort stand Dominik Szoboszlai, Keeper Schlager rauschte vorbei und gewährte dem Ungarn freie Schussbahn, die er dankend annahm – 1:0 (8.)!

Doch damit nicht genug: Nur drei Minuten später schlug Captain Andi Ulmer die Kugel longline Richtung Szobo, der Ranftl nahe der Eckfahne narrte und Daka im Zentrum per Zuckerpass lancierte. Dieser spritzte zwischen die verträumten Abwehrmänner und netzte mit der großen Zehe zum Zweiten, nachdem Filipovic nur unzureichend klärte! Euphorisiert von der dritten 2:0-Führung in der Anfangsviertelstunde en suite, holten Jesse Marschs Schützlinge kurz Luft: Tetteh setzte einen Schlenzer klar neben das Gehäuse, einen Raguz-Header bändigte Cican Stankovic gekonnt.

Genug des Linzer Aufflackerns, so die Devise unserer Mannen. Prompt schwärmten Hee Chan Hwang und Daka wieder aus, dem vielleicht zu uneigennützigen Querpass auf unsere Nummer 20 folgte ein Abschluss aus der Drehung, den Schlager zu parieren wusste. Es war ein Sturmlauf, der phasenweise in einen Orkan mündete: Der linken Pranke des Gäste-Schlussmanns verdankten die Athletiker, dass Daka nach sehenswertem Haken nicht auf 3:0 stellte. Das gelang selbst Szoboszlai nicht, als er einen Hwang-Löffler per spektakulärem Fallrückzieher nicht(!) im Tor unterbrachte. Es menschelte.

BL-26: RBS vs. ASK

Nach Seitenwechsel überließen wir den Oberösterreichern vorerst das Spielgerät, sie wussten prompt damit umzugehen: Holland schlug das Rund ins Zentrum, wo sich Raguz gegen Albert Vallci durchsetzte und die Murmel zum Anschlusstreffer durchwurschtelte (56.). Die Linzer schnupperten fortan Morgenluft. Balic zwang Stankovic zu einer Flugeinheit, den anschließenden Corner empfing Ranftl im Rückhalt: Er wuchtete die Kugel mit Karacho an die Querlatte, Zlatko Junuzovic fälschte noch gewinnbringend ab!

Frisches Blut war gefragt, frisches Blut kam. Karim Adeyemi und Comebacker Masaya Okugawa meldeten sich zum Dienst, vor allem Ersterer tänzelte vom Start weg fast schon aufreizend auf der Abseitslinie umher. Das ging selbst dem Assistenten zu schnell, fälschlicherweise wurde der Deutsche in aussichtsreicher Position zurückgepfiffen. Abgesehen davon waren es die Linzer, die einem Treffer Mitte des zweiten Abschnitts näher kamen. Michorl drosch das Kunstleder auf unser Gehäuse – Stankovic riss die Hand rechtzeitig hoch, um den Einschlag zu verhindern.

Die schwarz-weißen Angriffsbemühungen verflachten, unsere Burschen suchten nach der Entscheidung – mit Erfolg: Szobo trat einen Corner, Vallci empfing die Kugel am zweiten Pfosten und netzte zur Vorentscheidung (80.)! Da Mwepu zwar erst seinen Gegenspieler via Gurkerl düpierte, den Ball aber nicht an Schlager vorbeidrückte, blieb es nach 93 Minuten dank eines – über weite Strecken – dominanten Auftritts beim 3:1-Erfolg. Wir cruisen somit weiter auf der Erfolgswelle!

Statement

Jesse Marsch

Die Mentalität und Aggressivität waren ein großer Teil für den guten Start, und das ist immer ein Vorteil, weil der Gegner dann kommen muss. In Halbzeit zwei hat der LASK gut gespielt, ein 2:0 ist immer gefährlich. Ich bin stolz auf unsere Jungs, aber wir haben mehr zu tun. Solche Momente sind gut fürs Selbstvertrauen, die Meisterschaft ist aber noch nicht vorbei.

Aufstellung

Wechsel

Adeyemi für Hwang (67.), Okugawa für Camara (67.), Farkas für Vallci (84.), Onguene für Daka (84.), Okafor für Szoboszlai (90.)

 

Nicht einsatzbereit

Kristensen (Oberschenkel), Koita (Leistenprobleme)