Unser Gegner in der UEFA Champions League Quali-Runde 3 in einer ausführlichen Analyse

Unser erster Gegner in der UEFA Champions League-Qualifikation steht seit gestern Endgültig Fest KF Shkendija. Der Meister aus Mazedonien eliminierte in der zweiten Qualifikationsrunde Sheriff Tiraspol aus der Republik Moldau. Nach dem 1:0-Heimsieg reichte Shkendija im gestrigen Rückspiel ein torloses Remis zum Aufstieg.
 

Geschichte

Der KF Shkendija wurde 1979 mit der Intention gegründet, Albanern aus ganz Jugoslawien einen Zusammenschluss zu bieten. Dies wurde von jugoslawischen Offiziellen mit Skepsis betrachtet. Der Club wurde schließlich verboten, da man fürchtete, er würde nationalistische Stimmungen unter den Albanern Jugoslawiens fördern. Nachdem die Unabhängigkeit der Republik Mazedonien erklärt war, wurde der KF Shkendija wieder in den mazedonischen Fußballverband integriert.

Nach dem Aufstieg in die Prva Liga 2010 gewann der Verein sogleich die Meisterschaft von Mazedonien der Saison 2010/11. So qualifizierte sich die Mannschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für die UEFA Champions League. In der 2. Qualifikationsrunde unterlag Shkendija allerdings Partizan Belgrad mit 0:4 und 0:1.

Während der Sommerpause 2013 befand sich der Klub in seiner bisher schwersten finanziellen Krise. Lange Zeit war die Zukunft des Vereins ungewiss. Seit dem Einstieg von  Ecolog als Hauptsponsor ist der Fortbestand jedoch gesichert.

Die größten Erfolge von KF Shkendija sind der zweifache mazedonische Meistertitel (2011, 2018) sowie der zweifache mazedonische Cup-Sieg (2016, 2018).
 

Leistungskurve

KF Shkendija wurde in der vergangenen Saison in der Prva Liga mit einem Rekordabstand von 35 Punkten (bei 36 Spieltagen) vor dem Lokalrivalen Vardar Skopje überlegener Meister und qualifizierte sich somit für die UEFA Champions League-Qualifikation.

Dort traf man in der 1. Qualifikationsrunde auf The New Saints aus Wales, die man im Heimspiel klar mit 5:0 besiegte. Im Rückspiel musste man dann doch ziemlich überraschend eine 0:4-Niederlage hinnehmen, was jedoch trotzdem das Weiterkommen bedeutete.

In der 2. Quali-Runde reichte dann gegen Sheriff Tiraspol ebenfalls lediglich ein Tor Unterschied für den Aufstieg in die nächste Runde. Nach einem Heim-1:0 kamen die Mazedonier in Moldawien nicht über ein 0:0 hinaus.
 

Kader & Spielanlage

Der aktuelle Kader von Shkendija umfasst 25 Spieler, wovon ein Fünftel Legionäre sind und aus vier unterschiedlichen Nationen stammen. Der Altersschnitt der Mazedonier beträgt 24,7 Jahre und liegt somit rund ein Jahr über jenem unserer Mannschaft (23,6 Jahre). KF Shkendija stellt akutell zwei A-Nationalteamspieler, beides 23-jährige Defensivspieler.

Beim Spielsystem setzt der 49-jährige Qatip Osmani, der seit Juni 2017 bei den Mazedoniern im Amt ist, auf ein 4-2-3-1-System und stellt somit seine Elf etwas defensiver auf als unser Trainer. Lediglich drei Niederlagen aus den 36 Ligaspielen der letzten Saison bestätigen wohl die kompakte Ausrichtung seiner Mannschaft.