Torschützen: Haaland (22., 65., 89.), Ramalho (90.+2), Sollbauer (39./ET) bzw. Niangbo (7.), Weissman (78.)

In einem wahren Torreigen bot uns Wolfsberg über weite Strecken die Stirn. Schlussendlich war unsere Überlegenheit doch zu groß. Das 5:2 war in seiner Höhe ein leistungsgerechtes Resultat.

Spielbericht

Wir starteten mit einem kontrollierten Beginn. Der Ball lief gut durch die Linien. Nach einer längeren Ballstafette spielte Masaya Okugawa Erling Haaland im Strafraum frei. Unser junger Norweger betätigte sofort den Abzug. WAC-Goalie Kofler kam der Pfosten zur Hilfe.

Die Wolfsberger hatten in dieser frühen Phase eigentlich keinen Zugriff, bis aus einem Ballgestocher im Mittelfeld Romano Schmid als Sieger hervorging. Der Youngster suchte sofort den direkten Weg zu unserem Kasten. Vor unserem Goalie Cican Stankovic legte er auf Anderson Niangbo quer, der nur noch ins Tor einschieben musste - ein klassisches Sweaty Goal (7.).

Von diesem frühen Schock unbeeindruckt, behielten wir die Kontrolle über das Spiel. Immer wieder gelang uns durch unsere schnellen japanischen Flügelspieler der Durchbruch. Einen herrlichen Stanglpass von Okugawa konnte Minamino nur knapp nicht im Netz unterbringen.

Die Wolfsberger sahen sich nun immer wütenderen Angriffen unserer Burschen ausgesetzt. Oft blieben ihnen nur Fouls als einziges Mittel. Vor allem Patrick Farkas sorgte für mächtig Betrieb über die rechte Außenbahn. Eine von ihm iniziierte Aktion mündete in einem Eckball. Den bekamen die Kärntner nicht geklärt, bis die Kugel Erling Haaland vor die Beine rollte, der den Ball nur noch zum Ausgleich über die Linie drücken musste (22.).

Der Druck unserer Roten Bullen blieb weiterhin hoch. Im Regelfall standen bei Ballbesitz zehn unserer Akteure in der gegnerischen Hälfte. Andre Ramalho und Patson Daka vergaben in diesem Spielabschnitt unsere besten Möglichkeiten. Das aggressive Pressing eröffnete aber auch Konterchancen für den WAC. Die beste davon ließ Michael Liendl liegen.

Im Endspurt waren es wieder wir, die das Zepter in die Hand nahmen. Minamino sorgte noch innerhalb der ersten Halbzeit für die Führung. Seine für Haaland gedachte Hereingabe schaffte es nur bis Sollbauer, der den Ball unhaltbar in die eigenen Maschen lenkte (39.).

Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte dem WAC. Weissman und Niangbo setzten den einen oder anderen Nadelstich, jedoch ohne große Gefahr zu entwickeln. Dies gelang im Gegenzug unseren Roten Bullen. Daka prüfte Kofler per Kopf. Okugawas Schlenzer segelte nur knapp am langen Pfosten vorbei. Eine weitere Chance vergab der Japaner im Eins-gegen-Eins mit Kofler.

Mit Fortdauer der Begegnung neutralisierten sich die beiden Teams im Mittelfeld. Die Offensivaktionen beider Mannschaften gingen nicht mehr so leicht von der Hand, und das Spiel verlor an Tempo. Diese Pattstellung beendete der eingewechselte Hee Chan Hwang, der sich gegen zwei Verteidiger durchsetzen konnte, um dann an der Strafraumgrenze auf Erling Haaland abzulegen, der das Spielgerät staubtrocken zum 3:1 in die Ecke beförderte (65.). Gleich im Gegenzug verbuchte der WAC seine beste Chance im zweiten Durchgang. Hierbei blieb aber Cican Stankovic gegen Romano Schmid Sieger.

Kurz darauf musste Masaya Okugawa mit einer Bänderverletzung vom Feld. Für ihn kam Dominik Szoboszlai in die Partie. Der Ungar fand sich unmittelbar nach seiner Einwechslung am Ende eines Zuckerpasses von Hwang, konnte allerdings im Duell mit Kofler nicht verwerten. Der WAC war, ob seines Rückstandes, nun gewungen, die Schleusen zu öffnen. Unsere Burschen fanden daher Chancen im Minutentakt vor.

In der 78. Minute machten es die Kärntner aber noch einmal spannend. Shon Weissman besorgte per Abstauber den 2:3-Anschlusstreffer. Eine Minute später konnte Ramalho noch gerade auf der Linie gegen den Israeli klären. Und der WAC blieb dran. Liendls abgefälschter Schuss kullerte nur Zentimeter an der Stange vorbei, Stankovic war bereits geschlagen. In Summe taten die Kärntner aber zu wenig, um den verdienten Sieg unserer Roten Bullen zu verhindern. So setzte Erling Haaland aus einer Konteraktion in der 89. Minute den Suckerpunch zum 4:2. Es war nach dem Dreierpack in Parndorf der zweite Hattrick für unseren jungen Norweger in dieser Saison.

Und es wurde noch deutlicher! Aus einer abgespielten Ecke bereitete unser Captain Andreas Ulmer das 5:2 durch Andre Ramalho vor (92.).

Statements

Jesse Marsch:

Ich bin zufrieden mit unserem Ergebnis. Wir hatten das eine oder andere Problem, in den Umschaltsituationen zu verteidigen. Da mussten wir viele unnötige Meter gehen. Aber es war uns schon davor klar, dass wir gegen den WAC nichts geschenkt bekommen. Wir sind richtig damit umgegangen, haben den Kampf angenommen und ihn gewonnen.

Gerhard Struber:

Ich möchte dem Jesse zum Sieg gratulieren. Es war der erwartete Abnützungskampf, in dem wir über weite Strecken ebenbürtig waren. Aber vor allem gegen Haaland war es heute besonders schwer.

 

WECHSEL

Hwang für Daka (62.), Szoboszlai für Okugawa (71.), Mwepu für Minamino (79.)

Gelbe Karten

Onguene (46./Foul), Mwepu (84./Foul)

Nicht einsatzbereit

Walke (Fußwurzel), Prevljak (Sprunggelenk), Pongracic (Muskelverletzung), Junuzovic (gesperrt)